Tour 4

Planstadt, Kloster, Schlaubetal

Eisenhüttenstadt - Fürstenberg - Neuzelle - Möbiskruge - Fünfeichen - Rießen

ca. 52 km


Eine sozialistische Planstadt, eine einzigartige Klosteranlage in barocker Pracht, zauberhafte kleine Orgeln der Orgelbauerdynastie Gast in alten Wehrkirchen und dazu das schönste Bachtal Brandenburgs, das Schlaubetal – all das können Sie auf dieser Rundtour erkunden. Eisenhüttenstadt ist bequem mit der Bahn zu erreichen. Wenn Sie die Tour etwas verkürzen möchten, können Sie von Möbiskruge (31,4 km) oder Fünfeichen direkt nach Eisenhüttenstadt zurückfahren (45 km).

Tour A

31,4 km

Normaler Tourverlauf bis Möbiskruge. Möbiskruge durchqueren und am Ortsausgang rechts der Landstraße nach Diehlo folgen. Weiter geradeaus. Nach ca. 6,8 km ab Dorfkirche Möbiskruge erreichen Sie die B 246 mit einem straßenbegleitenden Radweg, auf den Sie rechts abbiegen. Nach 2,3 km biegen Sie links in die Eisenbahnstraße ab und haben den Bahnhof erreicht.

Tour B

44,5 km

Normaler Tourverlauf bis Möbiskruge. Möbiskruge durchqueren und am Ortsausgang dem OSD weiter in Richtung Treppeln/Wirchensee folgen (straßenbegleitender Radweg an der L 43).  folgen (absolut sehenswert!, wunderbare Wandermöglichkeiten im Schlaubetal). Bereits vor dem  Wirchensee rechts der Landstraße nach Kieselwitz folgen, von dort aus weiter nach Fünfeichen. → Dorfkirche (Friedensstraße).

In Fünfeichen rechts auf den straßenbegleitenden Radweg der  B 246 abbiegen und immer geradeaus bis Eisenhüttenstadt – Bahnhof fahren (s.o. Kurze Tour).

TIPP:  Mit geländetauglichen Fahrrädern lässt sich auch der unbefestigte Radweg ab Möbiskruge in Richtung Kieselwitz bzw. ab Treppeln in Richtung Kieselwitz befahren.

Tour C

51,8 km

Der Tour B bis Fünfeichen Dorfkirche folgen. Auf Friedenstraße in nordwestlicher Richtung 140 m, dann rechts abbiegen auf Förstereistraße. Nach 400 m leicht rechts abbiegen. 4,5 km in nördliche Richtung fahren (Nebenstraße). In Rießen (Achtung: Rießen wird auf Karten im Internet manchmal unter dem Gemeindenamen „Siehdichum“ geführt) die Hauptstrasse überqueren und der Kruggasse folgen. → Fachwerkkirche

Zurück nach Eisenhüttenstadt kann man mit einem geländetauglichen Fahrrad einem unbefestigten  Radweg in südlicher Richtung folgen, der etwa in der Mitte zwischen Fünfeichen und Eisenhüttenstadt wieder auf den straßenbegleitenden Radweg an der B 246 einmündet. Danach s. oben Tour B.

Alternativ dazu kann man der L 37 in östlicher Richtung weiter folgen, Pohlitz durchqueren, dann weiter auf der L 37 bis zur B 112. Dort biegt man rechts auf den straßenbegleitenden Radweg ab und fährt immer geradeaus bis in die Stadt (die B 112 heißt dann Beeskower Straße). Kurz nachdem Sie die Bahnlinien überquert haben, biegen Sie links in die Eisenbahnstraße ein und erreichen den Bahnhof.

Eisenhüttenstadt Bahnhof

Zugverbindung RE1

Fürstenberg

Kirche St. Nikolai, Anmeldung bei Manfred Thiele, 03364-2323

Übernachtung:
Hotel Fürstenberg, 03364 75440

Neuzelle

Einkehrmöglichkeiten:
Klosterbrauerei, Brauhausplatz 1 (nur Bier, köstlich!)
Klosterklause, Brauhausplatz 4

Übernachtung:
Landhaushotel „Prinz Albrecht“, 033652-81322; https://www.hotel-prinz-albrecht.de/
Klosterhotel Neuzelle, 033652-823991, https://neuzelle-hotel.de/

 

Möbiskruge Dorfkirche

Schlüssel: bei Herrn Dietmar Brummack, Lindenstr.8, 033652-7866

Treppeln

Einkehr - und Übernachtungsmöglichkeiten:
Gasthof Köhler, 033656-235

Der Wirchensee

Übernachtung:
Waldseehotel Wirchensee, 033673-660, https://www.wirchensee.de/

Fünfeichen

Schlüssel: Dorfkirche, offen, ansonsten Schlüssel bei Frau Erika Lange, 033654-281.

Rießen

Schlüssel: Fachwerkkirche, Frau Doris Lehmann, Am Dorfanger 2, Tel.: 033654-275.

  • Eisenhüttenstadt Bahnhof

    Zugverbindung RE1

  • Fürstenberg

    Kirche St. Nikolai, Anmeldung bei Manfred Thiele, 03364-2323

    Übernachtung:
    Hotel Fürstenberg, 03364 75440

  • Neuzelle

    Einkehrmöglichkeiten:
    Klosterbrauerei, Brauhausplatz 1 (nur Bier, köstlich!)
    Klosterklause, Brauhausplatz 4

    Übernachtung:
    Landhaushotel „Prinz Albrecht“, 033652-81322; https://www.hotel-prinz-albrecht.de/
    Klosterhotel Neuzelle, 033652-823991, https://neuzelle-hotel.de/

     

  • Möbiskruge Dorfkirche

    Schlüssel: bei Herrn Dietmar Brummack, Lindenstr.8, 033652-7866

  • Treppeln

    Einkehr - und Übernachtungsmöglichkeiten:
    Gasthof Köhler, 033656-235

  • Der Wirchensee

    Übernachtung:
    Waldseehotel Wirchensee, 033673-660, https://www.wirchensee.de/

  • Fünfeichen

    Schlüssel: Dorfkirche, offen, ansonsten Schlüssel bei Frau Erika Lange, 033654-281.

  • Rießen

    Schlüssel: Fachwerkkirche, Frau Doris Lehmann, Am Dorfanger 2, Tel.: 033654-275.

Eisenhüttenstadt

Station 1
Auf dem III. Parteitag der SED 1950 wurde nicht nur der Beschluss zum Bau des Eisenhüttenkombinat (Ost) (EKO), sondern auch der zum Bau einer sozialistischen Wohnstadt bei Fürstenberg (Oder) gefasst, einer Planstadt, die nach den 16 Grundsätzen des Städtebaus errichtet werden sollte. 1953 wurde sie offiziell „Stalinstadt“ genannt; ein Name, der schon wenige Jahre später unerwünscht war und im November 1961 im Rahmen der Entstalinisierung durch den unfreiwilligen Zusammenschluss von Fürstenberg und Stalinstadt zu „Eisenhüttenstadt“ getilgt wurde. Die im Stil des Sozialistischen Klassizismus in weiß und rosa errichteten Gebäude, großzügig bemessene Grünanlagen und viel (sozialistische) Kunst im Öffentlichen Raum begeisterten u.a. Hollywoodstar Tom Hanks.
  • Eisenhüttenstadt Bahnhof, RE 1


Fürstenberg, St. Nikolai

Station 2
In Fürstenberg, dem historischen Stadtteil Eisenhüttenstadts, befindet sich die schon von Weitem sichtbare St. Nikolaikirche. Ende des 14. Jahrhunderts als dreischiffige Backsteinhallenkirche erbaut wurde sie in der Nacht vom 23. auf den 24. April 1945 völlig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte von 1952 – 2002. Die 11 Arkadenpfeiler wurden steinsichtig belassen. Einen Neubau stellt die Orgelempore nach einem Entwurf des finnischen Architekten Carl-Johan Slotte dar. Die Bleiglasfenster stammen von der Zepernicker Künstlerin Annelie Grund. Die 1999 zusammen mit der Kirche eingeweihte Orgel (II/P/35) ist ein Instrument der Fa. Eule aus Bautzen.
  • Übernachtung:
    Hotel Fürstenberg, 03364 75440


Neuzelle

Station 3
Der Name Neu Zelle (Nova Cella) leitete sich von der im Jahr 1268 gegründeten Zisterzienserabtei ab.[5] Es handelte sich um eine Ausgründung des im sächsischen Nossen ansässigen Mutterklosters Altzella (Cella). Ursprünglich wurde der Ort in slowinzischer und sorbischer Sprache als Sławin erwähnt.
kath. Stiftskirche

Absolut einzigartig und daher als „Barockwunder Brandenburgs“ bezeichnet ist die katholische Stiftskirche St. Mariä Himmelfahrt und das dazugehörige Ensemble, bestehend aus Kloster, heutiger ev. Kirche, Kreuzgang, Klostergarten und dem „Himmlischen Theater“, einer Ausstellung von Neuzeller Passionsdarstellungen. Das Zisterzienserkloster wurde 1268 vom Wettiner Markgrafen Heinrich dem Erlauchten gestiftet. Im Zuge der Gegenreformation erfolgte eine großzügige barocke Umgestaltung durch böhmische und süddeutsche Meister. 1817 wurde das Stift säkularisiert. 2017, also genau 200 Jahre später sind die ersten Zisterziensermönche zurückgekehrt, am 2. September 2018 wurde das Priorat errichtet.

ev. Kreuzkirche

Die 1728-35 erbaute Kreuzkuppelkirche mit reicher barocker Ausstattung, in der sich seit über 200 Jahren die evangelische Gemeinde versammelt, war ehemals die Pfarrkirche des Klosters. Neben dem Hochaltar ist vor allem das ca. 125 m² großes Kuppelfresko von Georg Wilhelm Neunhertz (1730) erwähnenswert. Die Kanzel stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und war bereits ein Teil des Vorgängerbaus, der Ägidiuskapelle. Im historischen Gehäuse der Orgel von Johann Gottlieb Tamitius aus Zittau von 1729/30 mit einem Strahlenkranz aus Orgelpfeifen befindet sich heute ein Werk der Firma Wilhelm Sauer aus den Jahren 1956/57.


Möbiskruge

Station 5
Die 1350 geweihte Wehrkirche beherbergt eine 1797/98 erbaute einmanualige Orgel mit 12 Registern und Pedal sowie gleich 2 klingenden und sich drehenden Zimbelsternen von Johann George Gast aus Bahro. Dieses seltene Instrument aus der Zeit der Klassik wurde 1993 von der Firma Wilhelm Sauer aus Müllrose rekonstruiert. Ein aus einem Eichenstamm gehauenes Tabernakel von um 1450, Reste mittelalterlicher Malereien an Nord- und Südwand (um 1400), ein hölzerner Altaraufsatz von 1596 und zwei Emporen mit Tafelbildern aus dem Leben Jesu eines unbekannten Künstlers aus dem Jahre 1726 sind weitere Höhepunkte dieser Dorfkirche.
  • Dorfkirche, Schlüssel bei Herrn Dietmar Brummack, Lindenstr.8, 033652-7866


Treppeln / Der Wirchensee / Kieselwitz

Übernachtung & Einkehr:
Gasthof Köhler, 033656-235
Waldseehotel Wirchensee, 033673-660, https://www.wirchensee.de/

Fünfeichen

Station 6
Auch in Fünfeichen befindet sich eine aus Feldsteinen errichtete Wehrkirche, ein spätgotischer Saalbau des 15. Jahrhunderts. Der Altar mit dreigeschossigem hölzernen Altaraufsatz ist von 1626, noch im 17. Jahrhundert wurde die Verbindung zur hölzernen Kanzel mit Schalldeckel geschaffen. Auch hier befindet sich ein Werk der Orgelbauerfamilie Gast: ein zweimanualiges Instrument mit Pedal und 14 Registern von Friedrich Gast & Sohn aus Fürstenberg-Oder von 1881.
  • Dorfkirche, offen, ansonsten Schlüssel bei Frau Erika Lange, 033654-281.


Rießen, Dorfkirche

Station 7

Der 1600 geweihte, rechteckige Fachwerkbau erhielt 1680 einen Westturm in Kirchenschiffbreite. Die hölzerne Kanzel wurde 1626 erbaut, der hölzerne Altaraufsatz ist von 1627. Die einmalige Orgel mit Pedal  von Johann George Gast aus Bahro ist ein wertvolles Zeugnis des Orgelbaus aus der Zeit der Klassik. Sie wurde 2016 von der Fa. Hüfken (Halberstadt) restauriert.

  • Fachwerkkirche, Frau Doris Lehmann, Am Dorfanger 2, 033654-275.